Jugendliche in philippinischen Gefängnissen
Nach Angaben von Kinderschutzorganisation Preda sind auf den Philippinen bis zu 20.000 Minderjährige in völlig überfüllte Zellen eingesperrt.
Die Polizei verhaftet oft Verdächtige ohne Haftbefehl oder Zeugen. Manche sind unschuldig oder wegen Kleinigkeiten eingesperrt. Viele eingesperrte Jungendliche sagen, dass weder Eltern, Aufsichtspersonen oder Sozialarbeiter von der Inhaftierung verständigt wurden. Laut philippinischem Gesetz sollten sie unmittelbar nach der Inhaftierung einem Haftrichter vorgeführt werden, viele sind aber ohne Gerichtsverhandlung für lange Zeiträume inhaftiert.
Mitarbeiter von Preda suchen regelmäßig in den Gefängnissen von Manila nach Minderjährigen. Mit Hilfe von Rechtsanwälten versuchen sie bei den Staatsanwaltschaften und Gerichten, sie frei zu bekommen. Viele Jugendliche sind krank und traumatisiert nach dem Gefängnisaufenthalt. Preda rehabilitiert sie, betreut sie medizinisch und berät sie juristisch.