Sandra Hoyn

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  • Jacob Mwinula, 21 Jahre, in einem Bus. Er fühlt sich nicht wohl in der Öffentlichkeit, weil er immer angestarrt wird. Er stammt aus dem Dorf Mkula, im Norden Tansanias. Dort hatte er aufgrund seiner Hautfarbe als Landwirt keine Zukunft und studiert heute im zweiten Semester Jura an der University of Dar es Salaam. In den Dörfern im Norden Tansanias leben zehnmal so viele Albinos wie im weltweiten Durchschnitt. Sie haben ein erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken und werden oft diskriminiert. Ignoranz, Aberglaube und Vorurteile machen sie zu gesellschaftlichen Aussenseitern.
  • Jacob Mwinula, 21 Jahre, im Studentenwohnheim. Er studiert im zweiten Semester Jura an der University of Dar es Salaam.
  • Jacob Mwinula im Studentenwohnheim.
  • Demonstration von Schülern und Studenten gegen Albino-Morde. Organisationen oder Selbsthilfegruppen versuchen, mit Demonstrationen und Seminaren aufzuklären, um die Lebenssituation der Albinos zu verbessern.
  • Foto von einem ermordeten Albino Mädchen, Vumilia, 17 Jahre, aufgenommen von einem afrikanischen Journalisten kurz nach der Tat. Der Mörder sagte der Polizei aus, er habe von einem Knochenhändler viel Geld dafür angeboten bekommen. Tansania steht wegen den ca. 40 ermordeten Albinos seit November 2007 in der internationalen Kritik. Die Behörden des Landes sprechen von einem wachsendem kriminellen Geschäft mit Albino-Körperteilen. Besonders gross ist die Gefahr in ländlichen Gegenden, wo die Bevölkerung weniger gebildet und abergläubiger ist.
  • Jacob und Mona im Studentenwohnheim.
  • Fussballspieler der Albino United, eine Mannschaft, zum grössten Teil aus Albinos, in Dar es Salaam. Sie wurde 2008 gegründet als Reaktion auf die Albino-Morde. Jacob ist Mitglied der Albino United.
  • Utensilien eines traditionellen Medizinmannes, der mit Pflanzen Krankheiten heilt.  Manchmal behaupten Medizinmänner, dass irgendjemand in der Familie oder eine Person von ausserhalb das Geschäft oder die Familie verhext habe. Die Opfer nehmen dann Rache an jenen, die von den Medizinmännern als die Ursache für die Probleme genannt wurden. Oft sind Behinderte oder Albinos die unschuldigen Opfer.
  • Die Schwester von Jacob auf dem Hof in seinem Heimatdorf Mkula, im Norden Tansanias. Dort hatte er aufgrund seiner Hautfarbe als Landwirt keine Zukunft, fühlte sich bedroht und studiert heute im zweiten Semester Jura an der University of Dar es Salaam. Er möchte spaeter als Anwalt in Dar El Salaam Geld verdienen und seine Familie unterstützen. Sein Vater ist gestorben, seine Mutter hat er seit 4 Jahren nicht mehr gesehen. In den Dörfern im Norden Tansanias leben zehnmal so viele Albinos wie im weltweiten Durchschnitt.
  • Michael, 17 Jahre, Goldminenarbeiter. Er verdient ca. 30 Euro im Monat. Einigen Minenbesitzern in Tansania wird nachgesagt, dass sie abergläubig seien und glauben, wenn sie aus Albinoknochen Medizin machen lassen und diese am Eingang der Mine verstreuen, werden sie reich.
  • Jacob im Studentenwohnheim.
  • Ein Fussballspieler der Albino United im Bus. Die Mannschaft besteht zum grössten Teil aus Albinos. Sie wurde vor einem halben Jahr gegründet als Reaktion auf die Albino-Morde.
  • Michael, 17 Jahre, Goldminenarbeiter. Einigen Minenbesitzern in Tansania wird nachgesagt, dass sie abergläubig seien und glauben, dass sie reich werden, wenn sie aus Albinoknochen Medizin machen lassen und diese am Eingang der Mine verstreuen.
  • Einigen Fischern in Tansania wird nachgesagt, wird nachgesagt, dass sie abergläubig seien und glauben, wenn sie aus Albinohaare in ihre Netze knoten, fangen sie viele Fische.
  • Jacobs Familie in seinem Heimatdorf Mkula, im Norden Tansanias. Er möchte später als Anwalt in Dar El Salaam Geld verdienen und seine Familie unterstützen. Sein Vater ist gestorben, seine Mutter hat er seit vier Jahren nicht mehr gesehen, weil er Angst davor hat, auf dem Dorf überfallen und umgebracht zu werden.
  • Jacob mit seinen zwei Mitbewohnern im Studentenwohnheim.
  • Jacob im Hörsaal der University of Dar es Salaam. Er studiert dort im zweiten Semester Jura.
  • Fussballspieler der Albino United, eine Mannschaft, zum grössten Teil aus Albinos, in Dar es Salaam. Sie wurde 2008 gegründet als Reaktion auf die Albino-Morde.
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Albinos in Tansania

In den Dörfern im Norden Tansanias leben zehnmal so viele Albinos wie im weltweiten Durchschnitt. Sie haben ein erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken und werden oft diskriminiert. Ignoranz, Aberglaube und Vorurteile machen sie zu gesellschaftlichen Außenseitern. Teile ihrer Körper, davon seien vor allem Fischer und Goldminenbesitzer überzeugt, können zu Reichtum verhelfen. Tansania steht wegen ca. 40 ermordeten Albinos seit November 2007 in der internationalen Kritik. Die Behörden des Landes sprechen von einem wachsenden kriminellen Geschäft mit Albino-Körperteilen. Besonders groß ist die Gefahr in ländlichen Gegenden, wo die Bevölkerung weniger gebildet und abergläubiger ist. Organisationen oder Selbsthilfegruppen versuchen, mit Demonstrationen und Seminaren aufzuklären, um die Lebenssituation der Albinos zu verbessern.

Jacob Mwinula, 21 Jahre, ist ein Albino. Er stammt aus einem Dorf in der Nähe von Mkula, im Mwanza Distrikt im Norden Tansanias. Dort hatte er aufgrund seiner Hautfarbe als Landwirt keine Zukunft, fühlte sich bedroht und studiert heute im zweiten Semester Jura an der University of Dar es Salaam. 

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