Sandra Hoyn

Fotografie
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  • Kamerun, der Eingang zum Krankenhaus in Petté. Das Hospital Petté liegt in der Savannenregion von Nordkamerun, nahe der Grenze zu Nigeria und zum Tschad und wird von der schweizer Ärztin Anne-Marie Schönenberger geleitet.
  • Kamerun, Hospital Petté, Dr. Anne-Marie Schönenberger, eine 70-jährige schweizer Ärztin, im Sprechzimmer. Sie ist seit 40 Jahren die Leiterin des Hospital Petté. Rund 12.000 Kranke besuchen jährlich die Sprechstunde. Vormittags ist Sprechstunde, nachmittags sind Operationen.
  • Kamerun, Hospital Petté, Patientenzimmer, insgesamt hat das Krankenhaus 165 Betten, in jedem Zimmer sechs. Während der Regenzeit sind sie mit Moskitonetzen ausgerüstet. Jährlich werden etwa 2500 Patienten aufgenommen und ca. 1000 chirurgische Eingriffe ausgeführt.
  • Kamerun, Hospital Petté, Frau mit Verbrennungen. Sie ist während eines epileptischen Anfalls ins Feuer gefallen.
  • Kamerun, Hospital Petté. Die Kasse des Krankenhauses. Dr. Anne-Marie Schönenberger hofft, dass sich das Krankenhaus bald alleine trägt. Im Moment kommen die Patienten für etwa 50% der Kosten auf, mit Subventionen vom Staat werden weitere 25 % gedeckt, die restlichen 25 % werden aus Spendengeldern der Foundation Sociale Suisse (FSS) gedeckt.
  • Kamerun, Hospital Petté, Patientin. Dr. Anne-Marie Schönenberger hat sehr schnell, trotzdem sie Christin ist, das Vertrauen der lokalen, überwiegend muslimischen Bevölkerung gewonnen. Sie spricht viele einheimische Sprachen, ansonsten helfen ihr die Pfleger, zu übersetzen.
  • Kamerun, Hospital Petté. Der Innenhof des Krankenhauses. Die Angehörigen der Patienten kümmern sich um die elementaren Bedürfnisse wie Nahrungszubereitung, Krankentoilette, Reinigung von Kleidung und Krankenwache. Hinten befindet sich die Kochstelle, an der die Frauen Hirsebrei zubereiten.
  • Kamerun, Hospital Petté. Patienten auf dem Krankenhaushof.
  • Kamerun, Hospital Petté. Umgefallener Strommast. Es gibt ständig Stromausfall. Kurz vor der Regenzeit, wenn die Stürme einsetzen, fallen die von Termiten zerfressenen Holzmasten reihenweise um. Es dauert lange, bis die Regierung sie wieder aufbauen lässt, diese dann wieder umfallen, sie wieder aufgebaut werden. Dr. Anne-Marie Schönenberger hat zwei Generatoren, welche das gesamte Krankenhausgelände mit Klimaanlagen und das Kühlhaus mit Strom versorgen.
  • Kamerun, Hospital Petté, Bedouesch zu Hause mit ihrer Tochter Ruth, 8 Jahre. Sie hat sich gerade für umgerechnet 80 Euro ein kleines Grundstück gekauft und ein Haus bauen lassen, das noch keine Fenster hat. Sie arbeitet als Krankenpflegerin im Hospital Petté und bekommt 300 Euro Lohn monatlich.
  • Kamerun, Hospital Petté, Mutter mit Fabbi, 6 Monate, mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. Sie sind aus Nigeria angereist, um ihre Tochter operieren zu lassen. Die Behandlung kostet sie 25.000 CFA (ca. 40 Euro). Diese Fehlbildung kommt in Afrika nicht häufiger vor als in Europa, wird dort oft erst später oder gar nicht behandelt. Viele Patienten haben das Geld für eine Operation nicht und sind bis ins Erwachsenenalter entstellt.
  • Kamerun, Hospital Petté, Mann schläft am Eingang des Krankenhauses.
  • Kamerun, Hospital Petté, Dr. Anne-Marie Schönenberger in ihrem Schlafzimmer.
  • Kamerun, Hospital Petté. Dr. Anne-Marie Schönenberger spricht während der Operation mit einer Patientin, um sie zu beruhigen.
  • Kamerun, Hospital Petté, Bedouesch reinigt den OP-Saal nach einer Operation. Sie arbeitet im Krankenhaus als Pflegerin. Sie macht die Aidsaufklärung, bereitet den Operationsraum vor, desinfiziert die Sachen, wäscht OP-Kleidung.
  • Kamerun, Hospital Petté, Röntgenbild.
  • Kamerun, Hospital Petté, Bei einem Mädchen wird die Lunge geröntgt und auf Tuberkulose untersucht.
  • Kamerun, Hospital Petté. HIV-Patient. Ein grosser Teil der Bevölkerung ist schlecht über den HIV-Virus aufgeklärt.
  • Kamerun, Hospital Petté, Dr. Ehmann während einer Operation mit blutbespritztem Mundschutz. Er ist Leitender Arzt der Abt. für Zahn-Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie im AK Barmbek in Hamburg und besucht das Hospital Petté einmal jährlich für mehrere Wochen, um dort zu arbeiten. In der Zeit operiert er Patienten mit Noma, Gesichtstumoren, oder Lippen-Kiefer-Gaumenspalten.
  • Kamerun, Hospital Petté, Dr. Anne-Marie Schönenberger zu Besuch auf einem Dorf in der Nähe von Petté. Auf den Dörfern ist fast alles so geblieben wie vor 40 Jahren. Es gibt kaum Schulausbildung, kaum Arbeitsmöglichkeiten. Aufklärungsarbeit ist in den Dörfern sehr wichtig. Viele Krankheiten wären mit besserer Hygiene und besserer Nahrung vermeidbar, wie z.B. Noma.
  • Kamerun, Hospital Petté. Beginn der Regenzeit. Frauen waschen Wäsche am Fluss. Auf den Dörfern in Nordkamerun ist fast alles so geblieben wie vor 40 Jahren. Es gibt kaum Schulausbildung, kaum Arbeitsmöglichkeiten.
  • Kamerun, Hospital Petté. Viehmarkt in der Nähe von Petté. Auf den Dörfern ist fast alles so geblieben wie vor 40 Jahren. Es gibt kaum Schulausbildung, kaum Arbeitsmöglichkeiten.
  • Kamerun, Hospital Petté. Dr. Anne-Marie Schönenberger mit einem großen Käse. In der Regenzeit, wenn die Kühe mehr Milch geben, stellen die Frauen der “Groupe d´Initiative Commune” pro Tag zwei große, runde Käse her. Für ca. 160 Käse ist im Lager Platz. Er verkauft sich gut, dieses Jahr hat die Schweizer Botschaft in Kamerun schon vier Stück bestellt.
  • Kamerun, Hospital Petté. Bäckerei. Auf Projekte zur Verbesserung der Lebensbedingung der Bevölkerung legt Dr. Anne-Marie Schönenberger grossen Wert. Sie hat die Entstehung von zwei Frauengruppen gefördert, die “Groupe d´Initiative Commune” (GIC) und die “GIC Artisanat Femmes de Petté”. Diese haben sich zu einem Nähatelier zusammengeschlossen, unterhalten eine Bäckerei und eine Molkerei. Das Geschäft läuft gerade so, dass es keinen Verlust gibt.
  • Kamerun, Hospital Petté. Die Eltern geben ihren Söhnen die Priorität, zur Schule gehen zu dürfen. Nur ca. 20 Prozent der Kinder können überhaupt die Schule besuchen.
  • Kamerun, Hospital Petté. Das Dorfschild von Petté. Im Bezirk Petté leben 38.000 Einwohner, im Dorf Petté 7000.
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Hospital Petté, Kamerun

Portrait einer 70-jährigen schweizer Ärztin, die ein Krankenhaus in der afrikanischen Provinz leitet. Dr. Anne-Marie Schönenberger lebt und arbeitet seit 40 Jahren in dem Dorf Petté, Nordkamerun, als Chirurgin und Augenärztin. Sie hat sehr schnell, obwohl sie Christin ist, den Respekt der lokalen, überwiegend muslimischen Bevölkerung gewonnen. Vormittags ist Sprechstunde, nachmittags sind Operationen. Die Qualität hat sich herumgesprochen. Die Patienten kommen von weit her, viele kommen aus dem Tschad oder Nigeria.

»Wenn das Hospital Petté nicht bestehen bleibt, dann ist das ein Zeichen, dass sich in Afrika gar nichts verbessern wird, dann ist alles hoffnungslos«, sagt sie trotzig. Aber man sieht ihr an, dass sie es im selben Moment nicht glauben will.

 

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